Geschichte

Die „Hohensteiner“ – eine kurze Chronik!
Das Landeslager des Landes Aachen (heute Diözesanverband Aachen) im Eschweiler Stadtwald weckte Pfingsten 1949 bei einigen Röthgener Jungen das Interesse, einen eigenen Pfadfinderstamm zu gründen. Mit Unterstützung von Gaufeldmeister Hein Horst wurde am Sonntag, 14. August 1949, von 14 Jungen der Wunsch in die Tat umgesetzt. Der Stamm „Hohensteiner“ in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) war geboren. Als Gründungsdatum ist der 15. August 1949 überliefert. Voraussichtlich, weil an diesem Tag die Meldung an das Land Aachen erfolgte. Bereits eine Woche später fuhren die vier „Hohensteiner“ Leo Faßbender, Helmut Cremer, Heinz-Hubert Kleifges und Hans-Leo Lenzen mit dem benachbarten Stamm „Kreuzritter“, der die Patenschaft übernommen hatte, in ihr erstes Sommerlager nach Eschauel am Rursee (Eifel). Die Geschichte des Stammes wird im Folgenden in Auszügen dargestellt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50jährigen Jubiläum soll am 15. August 1999 eine lückenlose Chronik präsentiert werden. 1953In Mauel bei Gemünd (Eifel) organisieren die „Hohensteiner“ im August ihr erstes eigenes Sommerlager.1954 Im Landeslager des Landes Aachen Pfingsten im Merzenicher Erbwald wird die Sippe „Hirsche“ mit Unterstützung der „Schwalben“ Landessieger bei den Jungpfadfindern.

1956 Der Verkauf des alten Pfarrjugendheimes stellt den Stamm zunächst vor das Problem, wo zukünftig Sippen- und Truppstunden stattfinden sollen. 1957 beginnt man in Eigenregie mit dem Aufbau einer alten Baracke, die bis zu ihrem Abriß 1963 den „Hohensteinern“ als Heimat dienen soll. Seit 1963 nutzen die „Hohensteiner“ ihre Räume im Pastor-Zohren-Haus.

1957 Am Sonntag, 17. März,  gewinnen 18 Georgspfadfinder des Stammes mit Chorleiter und Gaufeldmeister Leo Faßbender in Würselen den Singewettstreit aller Jugendgruppen im Landkreis. Der Preis: Eine Klampfe!
Die sechs „Hohensteiner“ Hans-Peter Römer, Martin Faßbender, Günter Tebeck, Edgar Berg, Willy Körfer und Winand Schiffeler nehmen im Juli und August am Jubiläums-Jamboree und am angrenzenden Rover-Moot im Sutton Park bei Birmingham teil. 30.000 Pfadfinder aus allen Teilen der Welt feiern unter anderem den Besuch von Queen Elisabeth II. im Camp.

1960 Im März gewinnen die „Hohensteiner“ beim Sänger-Wettstreit des Indegaus den Wanderpreis.

1964 Mit einem Zeltlager hinter dem Pastor-Zohren-Haus, an dem 100 Pfadfinder teilnehmen, feiern die „Hohensteiner“ am 03. und 04. Oktober ihr 15jähriges Bestehen.

1965 Ein gemeinsames Lager in Schevenhütte begründet im Juli eine lange Freundschaft zwischen „Hohensteinern“ und Pfadfinder aus dem belgischen Neuf Chateau.

1967 20 „Hohensteiner“-Pfadfinder errichten am 11. März auf dem Kitzberg, der höchsten Erhebung Eschweilers, ein neues Gipfelkreuz. Sämtliches Arbeits- und Baumaterial wird zu Fuß auf den 249 Meter hohen Berg geschleppt.

1969 Hinter dem Pastor-Zohren-Haus feiern die „Hohensteiner“ am 20. und 21. September mit einem Schaulager ihren 20. Geburtstag.

1973 Mit ihrem Leiter Hans-Leo Lenzen verwirklicht die Roverrunde ein außergewöhnliches Projekt. Mit der Verkauf von „Bausteinen“ wird die Anschaffung eines alten Wuppertaler Schwebebahnwagens finanziert, der auf einem Röthgener Spielplatz aufgestellt wird. Bei den Kindern der Umgebung erfreut sich der Wagen größter Beliebtheit, doch schon nach einem halben Jahr kommt das Aus. Rabauken haben den Waggon dermaßen zerstört, daß die Stadt das tolle Spielgerät verschrotten muß.

1974 Mit einem Festabend in der Dürwisser Festhalle feiert der Stamm am Samstag, 28. September, sein 25jähriges Bestehen. Stargäste vor 980 begeisterten Gästen sind die Schlagersänger Cindy und Bert. Ein Frühschoppen und ein Schaulager runden die Feierlichkeiten zum Silberjubiläum ab.

1978 Die Roverrunde „Schrat“ startet ihr Projekt Stammeszeitung. Fünfeinhalb Jahre erscheint „Der Wecker“, bis das Projekt Mitte 1983 einschläft.
  Im November steht in Resi Knupfer nach ihrer Wahl zur Stammesvorsitzenden erstmals eine Frau an der Spitze der „Hohensteiner“.

1979 Mit einem Festabend, ausschließlich gestaltet von aktiven und ehemaligen „Hohensteinern“, feiert der Stamm am 27. Oktober im vollbesetzten Saal der Gaststätte Burghof sein 30jähriges Jubiläum.

1986 Gemeinsam mit weiteren Rovern aus dem Bezirk Aachen-Land nehmen neun „Hohensteiner“ vom 25. Juli bis 13. August am Bundesunternehmen „Rover unterwegs nach Santiago de Compostella“ teil. Höhepunkte der Tour sind eine viertägige Hike auf dem berühmten Pilgerweg „Camino de Santiago“ und die zahlreichen Feste mit 300 deutschen Rovern in Santiago de Compostella.

1989 Am 23. und 24. September feiert der Stamm mit zahlreichen Aktiven, Ehemaligen und Freunden sein 40jähriges Bestehen. Ein großer Festabend am Samstag sowie Jubiläumsmesse und Jubiläumsfrühschoppen am Sonntag bestimmen das Festwochenende. Eine Festschrift erscheint.

1992 Gemeinsam mit den beiden anderen DPSG-Stämmen aus Eschweiler, den „Deutschrittern“ aus Röhe und dem Stamm St. Bonifatius aus Dürwiß, organisieren die „Hohensteiner“ am Samstag, 11. Juli, in der Eschweiler Fußgängerzone einen Aktionstag gegen Fremdenfeindlichkeit. Das Engagement der Pfadfinder findet in der Bevölkerung große Zustimmung und wird von den politischen Entscheidungsträgern der Heimatstadt ausgesprochen gelobt.

1996 Auf der Stammesversammlung der „Hohensteiner“ am Samstag, 14. Dezember, taucht unvermittelt SAT.1-Moderator Kai Pflaume mit einem Kamerateam auf. Für seine Sendung „Nur die Liebe zählt“ sucht er im Auftrag einer Berlinerin junge Herren in Uniform. Die „Hohensteiner“ Markus Kronenberger, Oliver Keusgen, Daniel Bellingradt und Mike Schopp mischen eine Woche später in seiner Sendung mit. Sie erlangen zwar nicht die Gunst der junge Dame, doch der Fernsehauftritt der Pfadfinder sorgt noch Monate später für Gesprächstoff in Eschweiler.

1999In diesem Jahr wiederholte sich der Geburtstag unseres Stammes zum 50. mal. Mit vielen Aktionen, wie der Karnevalsumzug oder ein großes Jubiläumspfingstlager feierten wir gemeinsam ein tolles Jahr. Großer Höhepunkte waren ein berauschender Festabend, mit rund 400 Gästen im Saalbau „Flatten“ und das Jubiläumsfrühshoppen mit rund 500 Gästen am Pastor-Zohren-Haus.

1996-2000 In diesen Jahren wurde mehrfach die „Hohensteiner“ als Stammeszeitung rausgegeben. Das letzte Exemplar wurde 2004 von der Pfadfinderstufe heraus gebracht

2009 Die „Hohensteiner“ feiern ihr 60. Jähriges Bestehen. Ein Großes Jubiläumssommerlager und ein berauschendes Stammesfest standen auf dem Program.

2012 Die „Hohensteiner“ wechseln von Mercedes zu Ford, nach 14 Jahren Sprinter wird am 25.06.2012 ein neuer Stammesbus gekauft, ein Neuer Ford Transit.